Reiche Rentner – das Klischee vom wohlhabenden Senior

In Deutschland wird wohl niemand durch die gesetzliche Rente zu einem wohlhabenden Senior. Selbst wer jahrzehntelang den Höchstbeitrag in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt hat, erhält im Ruhestand eine verhältnismäßig magere Rente. Das gilt insbesondere für Senioren, die in Großstädten hohe Mieten zahlen müssen oder gezwungen sind, viel Geld für ihre Gesundheit auszugeben. Um sich im Alter wenigstens ein paar Wünsche erfüllen zu können, ist eine zusätzliche Altersvorsorge unverzichtbar.

Die gesetzliche Rente reicht nicht

In Deutschland war die Einführung des umlagefinanzierten gesetzlichen Rentensystems nach dem Zweiten Weltkrieg alternativlos, weil der Staat die Startfinanzierung einer kapitalstockgedeckten Rentenversicherung nicht aufbringen konnte. Über Jahrzehnte funktionierte der Generationenvertrag, bei dem die Beschäftigten mit ihren Rentenbeiträgen die Rentenzahlungen an die Ruheständler finanzieren, ohne Probleme. Doch seit den siebziger Jahren gefährdet der demographische Wandel mit immer weiter sinkenden Geburtenzahlen und einer gleichzeitig stetig steigenden Lebenserwartung mit entsprechender Verlängerung der Rentenbezugsdauer dieses Umlagesystem. Die Politik musste die Rentenleistungen drastisch kürzen und die staatlich geförderte private und betriebliche Altersvorsorge einführen, um das Rentensystem zu retten. Jeder Berufstätige sollte sich im Klaren darüber sein, dass die gesetzliche Rente alleine bestenfalls für ein bescheidenes Leben am Rande des Existenzminimums ausreicht. Wer mehr finanziellen Spielraum wünscht, muss beizeiten zu Lasten von laufenden Konsumausgaben erhebliche Summen sparen.

So können Sie vorsorgen

Die Riester-Rente ist wesentlich besser als ihr Ruf. Insbesondere die großzügigen Kinderzulagen sollten sich Eltern nicht entgehen lassen. Darüber hinaus sind Sparbeiträge und Zulagen durch staatliche Garantien gedeckt. Die große Bedeutung dieses Kapitalschutzes wird vor dem Hintergrund der gerade überstandenen Finanzkrise deutlich.

Auch die betriebliche Altersversorgung stellt eine sinnvolle Möglichkeit dar, ein Vermögen für den Ruhestand anzusparen. Selbst wenn der Arbeitnehmer seine Betriebsrente durch Gehaltsumwandlung selbst finanzieren muss, profitiert er von der Befreiung der Beiträge von Sozialversicherung und Lohnsteuer (informieren Sie sich dazu auch auf finanzwelt.de).

Ergänzt werden sollten diese Formen der Altersvorsorge durch privates Sparen. Eine Versicherung, sei es eine private Rentenversicherung oder eine kapitalbildende Lebensversicherung, ist ebenso ein empfehlenswertes Vorsorgeprodukt wie Banken- oder Aktiensparpläne.

Beugen Sie Altersarmut vor

Arbeitnehmer, die nur über ein geringes Einkommen verfügen, werden aller Voraussicht nach trotz Sparbemühungen von Altersarmut betroffen sein. Es ist ihnen regelmäßig nicht möglich, genügend Geld zur Seite zu legen, um die Versorgungslücke im Alter auch nur annähernd zu schließen. Sie haben keine andere Wahl, als solange wie möglich einer bezahlten Beschäftigung nachzugehen. Wer dies aus gesundheitlichen Gründen nicht kann, wird vor großen Problemen stehen.

Fotocredit: detailblick – Fotolia

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